LMM-TECHNOLOGIE

METAL AM
IN NEW DIMENSIONS

Charakteristika der LMM-Technologie

„Printing Metals in Ultra Precision“ beschreibt die Charakteristik der LMM-Technologie umfassend. Sie setzt in Bezug auf Präzision und Oberflächenqualität neue Maßstäbe für die additive Herstellung metallischer Bauteile.

Die LMM-Technologie eignet sich aufgrund ihrer Präzision in besonderem Maße für metallische Klein- und Kleinstbauteile. Bei Schichtdicken von bis zu 40 µm können minimale Wandstärken von bis zu 0,1 mm und Mikrobohrungen mit einem Durchmesser von bis zu 100 µm realisiert werden. Ebenso möglich sind, analog zu anderen Verfahren der additiven Fertigung, Hinterschnitte, Querbohrungen oder innenliegende konturangepasste Kühlkanäle.

Bei der LMM-Technologie werden für den Druckprozess keinerlei Stützstrukturen benötigt. Die hohe Tragfähigkeit des Baumaterials ermöglicht eine dreidimensionale Anordnung von Bauteilen (auch übereinander) im gesamten Bauraum, wodurch eine optimale Bauraumausnutzung und somit hohe Wirtschaftlichkeit möglich wird. Hierzu steht derzeit ein max. Bauraum von 75 x 43 x 100 mm zur Verfügung. Die Grundfläche des Bauraums soll sich in der nächsten Entwicklungsstufe auf 150 x 86 mm verdoppeln.

Abbildung: Bauteil mit komplexer Struktur
Abbildung: Bauteil mit komplexer Struktur
Abbildung: dichtest gepackter dreidimensional gefüllter Bauraum.
Abbildung: dichtest gepackter dreidimensional gefüllter Bauraum.

Die LMM-Technologie ist zur Herstellung maßhaltiger Bauteile nicht auf Stützstrukturen angewiesen, wodurch aufwendige, meist manuelle Nacharbeiten entfallen. Es findet keine feste Anbindung der Bauteile auf der Bauplattform statt. Die Entnahme der Bauteile aus dem Bauraum erfolgt in Form eines Feedstock-Blocks. Die darin enthaltenen Grünteile werden durch den thermischen Entformungsprozess ohne manuellen Eingriff freigelegt und vereinzelt. Das Metallpulver ist über die gesamte Prozesskette im Feedstock gebunden, wodurch aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes keine persönliche Schutzausrüstung erforderlich ist.

 

 

Die Präzision der LMM-Technologie beruht neben der hohen örtlichen Auflösung im Bereich von 40 µm auf spannungsfreien Grünteilen. Anders als bei konkurrierenden Verfahren der metallischen additiven Fertigung erfolgt die Bauteilerzeugung nicht durch einen Schweißprozess. Der Bauprozess findet bei Raumtemperatur statt, so dass während des Druckprozesses keine thermischen Spannungen im Bauteil entstehen. Aus diesem Grund müssen die Bauteile auch keinerlei Support zur Bauplattform aufweisen. In Kombination mit den guten Stützeigenschaften des Feedstocks können mit dem Druckprozess Bauteile mit horizontal orientierten Freiformflächen ohne Stützstrukturen erzeugt werden.

Abbildung: Bauteil mit horizontal orientierter Freiformfläche ohne Stützstruktur.
Abbildung: Bauteil mit horizontal orientierter Freiformfläche ohne Stützstruktur.